Sascha Oliver

Geboren in München zog es mich bereits als kleiner Junge mit 10 Jahren in das Fotogeschäft um die Ecke, wo ich eine kleine Kompaktkamera von Agfa im Schaufenster erspähte. Diese kostete damals für mich nahezu unerschwingliche DM 40,- ...

Mein Entschluss stand fest! Diese Kamera mit den früher üblichen 35 mm Filmen musste es sein- nur woher das viele Geld dafür hernehmen? Woche um Woche erfand ich neue Dinge, um mein karges Taschengeld mit kleinen Arbeiten aufzubessern- z.B. Rasenmähen beim Nachbarn gegen eine kleine Spende  in die Kinder-Spardose oder eine selbst gestaltete Lotterie in der Nachbarschaft mit Lospreis von 50 Pfennigen. Jeden Abend zählte ich vor dem Schlafengehen stolz mein mühsam erspartes Geld.  Nach einer gefühlten Ewigkeit war es endlich soweit- in meiner Spardose befanden sich die DM 40 !!!  Nun stand nichts mehr zwischen mir und meinen ersten Fotoapparat. Der Anfang mit, sagen wir mal "kunstvoll" unscharfen und verwackelten Bildern, war getan!

 

Ich fotografierte in der folgenden Zeit wirklich Alles und Jeden und die Fotos wurden zunehmend ansehnlicher. Mit der Zeit wuchs das Verlangen nach besseren Kameras mit mehr Möglichkeiten- so musste natürlich eine "richtige" Kamera her. Bei einem für mich erschwinglichen Auslaufmodel, eine kleine analoge Spiegelreflex von Canon mit Kitobjektiv, war es endlich soweit. Die Freude war riesengroß, endlich Besitzer einer  "Profi-Kamera" zu sein und nun gab es kein Halten mehr, die vielen Möglichkeiten dieser neuen Kamera auszuprobieren.

Die Ernüchterung erfolgte sehr schnell... ich musste rasch feststellen, dass es (leider) nicht ausreichte, einfach "auf den Auslöser" von der "Super-Kamera" zu drücken, um ein Megafoto nach dem Anderen zu "zaubern" :(

Um die neuen Techniken auszuprobieren und die Kamera auch richtig einsetzen zu können, war viiiiiel Geduld und Üben nötig - Begriffe wie Blendenzahl, Wahl einer geeigneten Verschlusszeit, Tiefenschärfe, Bokeh, und viel mehr... es gab viel zu lernen. Die Mühe wurde dafür mit einer größeren Anzahl an gelungenen Aufnahmen belohnt :)

 

Zu Beginn dieses Jahrtausend (wie das klingt), erlebte ich den zuerst langsamen, aber unaufhaltsamen Siegeszug von den ersten digitalen Fotoapparaten, welche von mir und vielen anderen Hobbyfotografen doch anfangs eher skeptisch betrachtet wurde. Wie sich einige Jahre später heraus stellen sollte, war diese Zurückhaltung unbegründet. Die Qualität dieser neuen Technologie verbesserte sich in einer rasanten Geschwindigkeit und selbst die ursprünglich nahezu unbezahlbaren digitalen Spiegelreflex- Kameras wuren durch fallende Preise auch für viele Hobbyfotografen erschwinglich. Nach und nach stiegen selbst die größten Verfechter der analogen Fotografie auf Digital um- so wie ich auch.

Die Vorteile überwogen einfach, wenn auch heute es immer noch vereinzelt Momente gibt, wo ich nostalgisch werde und der "langsamen" Fotografie etwas hinterher trauere. So musste man manchmal einfach mit 36  oder gar nur 24 Fotos auskommen, wenn kein weiterer Film zur Hand war- diese Begrenzung durch die Filme und natürlich auch die Folgekosten der Negativentwicklung  führte zu einer eher bedachten Herangehensweise, bevor man den Auslöser drückte und der Film um 1 Bild weiter transportiert wurde- nahezu unvorstellbar heute :)

 

Viele Menschen durfte ich in all den Jahren ablichten- Frauen und Männer von jung bis alt- Für Viele war es das erste "Shooting", aber auch erfahrene Modelle, wie Schauspieler, Musiker oder Tänzer, durfte ich fotografieren. Manch meiner Fotos waren schon auf Theater-Plakaten, Cover von Büchern ,CD´s oder Sedkarten zu sehen- oder einfach an der Wohnzimmerwand von Oma und Opa- dies Alles erfreut mich gleichermaßen :)

Eines hat sich bis heute in all den Jahren nicht geändert: Ich freue mich immer noch wie damals als kleiner Junge darauf, schöne Fotos von Menschen zu machen und ihre einzigartige Persönlichkeit mit meiner Kamera für die Ewigkeit im Bild festzuhalten- das ist meine Motivation.

 

Öfters wird mir die Frage gestellt, woher meine Leidenschaft für Fotografie kommt. Als Sohn einer sehr Modebewussten Mutter, welche ständig in Hochglanz-Magazinen wie Vogue oder Madame blätterte, sowie gefühlt unzähliger Besuche von Kunst-und Fotoausstellungen- für diese Dinge konnte ich mich bereits als Junge tatsächlich mehr begeistern als Dinge wie Fußball oder Autos- möglicherweise daher die Motivation, schon früh in dieser Richtung selber aktiv zu werden.

 

Viel Text- dabei bist Du ja vielleicht eher wegen der Bilder hier... wenn Du aber beim Lesen bis hier "durchgehalten" hast und nun vielleicht selber Lust bekommen hast, mal vor der Kamera zu stehen, dann schreibe mir gerne  :)

 

Euer Sascha Oliver 

 

 

Munich Faces
Sascha Oliver

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Dein Fotograf in München

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